Glaube darf Fragen haben.
Herzlich willkommen bei Glauben mit Andreas.
Mein Name ist Andreas Südfeld. Ich bin Ehemann, Familienvater, Pflegefachkraft, Autor – und vor allem ein Mensch, für den der Glaube an Gott zu einem tragenden Fundament des Lebens geworden ist.
Ich bin kein studierter Theologe. Mein Glaube ist vor allem dort gewachsen, wo das wirkliche Leben stattfindet: in meiner Familie, in der Pflege, in der Begegnung mit kranken und sterbenden Menschen, in glücklichen Momenten, aber auch in Zeiten voller Fragen und Zweifel.
Und genau davon möchte ich hier erzählen.
Mein Glaube begann schon in meiner Kindheit
Der katholische Glaube begleitet mich seit meiner Kindheit.
Mein Vater war Ständiger Diakon, meine Mutter eine tief gläubige Frau. Gebet, Gottesdienst und Kirche gehörten zu unserem Familienleben.
Doch irgendwann reicht der Glaube der Eltern nicht mehr.
Jeder Mensch kommt an einen Punkt, an dem aus dem Glauben, den andere ihm mitgegeben haben, eine eigene Entscheidung werden muss.
Auch mein Glaubensweg verlief nicht ohne Fragen.
Ich habe erfahren:
Zweifel muss nicht das Gegenteil von Glauben sein.
Manchmal zwingt uns gerade der Zweifel dazu, tiefer zu fragen:
Wer ist Gott wirklich für mich?
Wo finde ich ihn?
Warum lässt er Leid zu?
Was bedeutet Berufung?
Und kann ich Gott auch dann vertrauen, wenn ich seinen Weg nicht verstehe?
Ein Bibelvers bringt diese Spannung für mich wunderbar zum Ausdruck:
„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Mk 9,24)
Meine erste Berufung führte mich in die Pflege
Als Schüler hätte ich nicht gedacht, dass die Pflege einmal mein beruflicher Weg werden würde.
Ein Praktikum führte mich in ein Altenheim – und rückblickend glaube ich, dass Gott dort eine Tür geöffnet hat.
Aus einem Praktikum wurde ein Beruf und schließlich eine Berufung.
Als examinierte Pflegefachkraft durfte ich über viele Jahre Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen begleiten.
Besonders die Begegnungen mit alten, kranken und sterbenden Menschen haben meinen Glauben verändert.
Denn am Krankenbett werden viele Dinge plötzlich unwichtig.
Dann bleiben Fragen wie:
Was trägt mich?
Was bleibt von meinem Leben?
Und was kommt danach?
Ich habe dort gelernt, dass Nächstenliebe nicht zuerst ein theologischer Begriff ist.
Sie bekommt Hände.
Sie bekommt Augen.
Sie bekommt eine Stimme.
Manchmal besteht sie einfach darin, bei einem Menschen zu bleiben.
Und plötzlich kam das Schreiben
Viele Jahre hätte ich niemals gedacht, einmal Bücher zu schreiben.
Ich war kein Schriftsteller und hatte zuvor keine entsprechende Laufbahn eingeschlagen.
Doch dann entstand in mir immer stärker der Wunsch, Erfahrungen, Glauben, Zweifel und Hoffnung aufzuschreiben und mit anderen Menschen zu teilen.
Wieder öffnete sich eine Tür.
Und ich habe versucht hindurchzugehen.
Seitdem habe ich mich intensiv mit der Heiligen Schrift und besonders mit den Evangelien beschäftigt. Ich habe Kurse in christlicher Theologie und Seelsorge absolviert und entsprechende Zertifikate erworben.
Nicht, weil ich irgendwann behaupten möchte, auf alle Fragen eine Antwort zu besitzen.
Ganz im Gegenteil.
Je intensiver ich mich mit Gott beschäftige, desto stärker erkenne ich, wie groß das Geheimnis des Glaubens ist.
Warum „Glauben mit Andreas“?
Mit Glauben mit Andreas möchte ich einen Ort für Menschen schaffen, die glauben, suchen, hoffen – und auch zweifeln.
In meinen Videos, Texten und Büchern möchte ich den katholischen Glauben und die Heilige Schrift theologisch fundiert und gleichzeitig so verständlich vermitteln, dass jeder Mensch Zugang dazu finden kann.
Hier darf gefragt werden.
Hier darf gezweifelt werden.
Hier darf gesucht werden.
Denn ich glaube nicht an einen Gott, der vor unseren Fragen Angst hat.
Ich glaube an einen Gott, der uns gerade auf unserer Suche entgegenkommt.
Jesus selbst begegnete Menschen nicht erst dann, wenn ihr Leben perfekt geworden war.
Er begegnete ihnen mitten in ihrem Leben.
Meine Bücher
Auch meine Bücher sind aus diesem Glaubensweg entstanden.
In „Auf Händen getragen – Ein Kind kämpft um seine Stimme“ erzähle ich von einem sehr persönlichen Familienweg – von Herausforderungen, Entscheidungen, Hoffnung und davon, getragen zu werden.
Mit „Glauben kommt nach dem Zweifel“ beschäftige ich mich mit einem Thema, das mich selbst tief bewegt:
Kann Zweifel zu einem tieferen Glauben führen?
Und mit „Wo finde ich Gott?“ gehe ich einer der vielleicht ältesten Fragen der Menschheit nach:
Wo können wir Gott in unserem wirklichen Leben entdecken?
Diese Bücher haben unterschiedliche Ausgangspunkte.
Doch im Kern verbindet sie eine Botschaft:
Hoffnung.
Was ich dir mitgeben möchte
Vielleicht bist du überzeugter Christ.
Vielleicht bist du katholisch aufgewachsen, hast aber irgendwann den Bezug zur Kirche verloren.
Vielleicht zweifelst du.
Vielleicht suchst du gerade erst.
Oder vielleicht ist in deinem Leben etwas geschehen, das deinen bisherigen Glauben erschüttert hat.
Dann bist du hier willkommen.
Ich möchte dir nicht versprechen, auf jede Frage eine fertige Antwort zu haben.
Aber ich möchte mit dir hinschauen.
Auf die Bibel.
Auf Jesus Christus.
Auf unseren Glauben.
Und auf unser Leben.
Denn manchmal entdecken wir Gott nicht in den großen Zeichen.
Manchmal begegnet er uns in einem Menschen.
In einem Gespräch.
In der Stille.
In einem Bibelwort.
Oder in einem Augenblick, den wir erst Jahre später verstehen.
Der Apostel Paulus schreibt:
„Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht.“ (1 Kor 13,12)
Vielleicht beschreibt das unseren Glaubensweg sehr gut.
Wir sehen noch nicht alles.
Wir verstehen noch nicht alles.
Und trotzdem dürfen wir gehen.
Schritt für Schritt.
Im Vertrauen.
Gott geht deinen Weg – auch wenn du ihn gerade nicht erkennen kannst.
Andreas Südfeld
Autor & Gründer von Glauben mit Andreas



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